Willkommen beim BUND Uhldingen

BUND-Uhldingen

Willkommen beim BUND Uhldingen

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) setzt sich für den Schutz unserer Natur und Umwelt ein, damit die Erde für alle, die auf ihr leben, bewohnbar bleibt. Die BUND-Gruppe Uhldingen hat die Prioritäten ihrer Umweltarbeit beim Amphibienschutz, den Fledermäusen, dem Landschaftsschutz (Gewässer/ Biotope/ Streuobstwiesen/ Gärten) und der Ortsplanung (Stellungnahmen zur Bauleitplanung). Interessierte Bürger, passive Mitglieder und aktive Umweltschützer sind gleichermaßen bei uns willkommen. Kommen Sie einfach zu unseren Gruppentreffen (unsere Sitzungen sind öffentlich), schreiben Sie eine Mail oder stöbern Sie vorerst auf unserer Seite!

Amphibien!

Die Vorbereitungen für die Amphibienwanderung laufen bereits!

Teichmolch: Ansicht auf Augenhöhe.  (R.Jaeckle)

Wir rechnen auch in diesem Jahr mit einem frühen Start der Amphibienwanderungen und zwar für anfang Februar. Dieser Termin ist aber sehr vom Wetter abhängig. Trotzdem bereiten wir uns schon vor: Die Helfer laufen sich warm, das Material wird gesichtet, die Wasserstände der Weiher eingefordert. 

Dann warten wir auf die Tiere!

Unsere erste Tat im neuen Jahr 2022, ...

... Biotoppflege im Gewann Stockfeld.

Gehölzpflege im Biotop "Stockfeld" am Samstag den 08.01.2022  (K.Zerrle)

Am Samstag den 08. Januar 2022 wurde Hand angelegt. Das Biotop im Stockfeld brauchte Pflege. Gehölze waren in die freien Fläche des Biotops gewachsen und bedrängten die Hochstaudenfluren. Auf lange Sicht würden sie ganz verschwinden und damit auch Wildbienen und Schmetterlinge. Das hätte wieder zur Folge, dass auch die Brutvögel hungern und sich einen anderen Lebensraum suchen müssten. 

Wir begegnen dieser Entwicklung, indem wir regelmäßig die hochkommenden Gehölze zurückdrängen, aber nicht ganz wegnehmen. Denn letzendlich brauchen die Vögel nicht nur Futter, sondern auch eine Wohnung, sprich einen Nistplatz. 

Ausblicke auf das Jahr 2022.

Was steht an?

Skulpturen am Timmelsjoch, Kunst mit Weitblick!  (G.Vollmer)

 - Wir werden uns wieder den Amphibien am Killenweiher widmen. 
   (Februar bis April)

  - Wir werden mit naturbegeisterten Kindern Wald und Flur durchstreifen.
    (Naturerlebnistage - verschiedene Jahreszeiten)

 - Wir werden uns um unsere Naturlandschaft kümmern.
   (Biotoppflege - ganzjährig nach Pflegeplan)

 - Wir werden uns am 50 jährigen Jubiläum der Gemeinde beteiligen.
   (naturnah Gärtnern - Progammpunkt der Festwoche)

 - Wir schauen nach Schmetterlingen: Wo sind sie? Welche fliegen? Wie viele sind es?
   (April bis September)

 - Wir bieten das Erlebnis naturnaher Gärten: Besichtigen! Fachsimpeln! Staunen!
   (Tag der offenen Gärten - Juni)

 - Wir sorgen für Artenvielfalt mit alten Obstsorten an hohen Bäumen.
   (Hochstammaktion - Juli bis November)

Rückblick auf das Jahr 2021.

Was ist gewesen?

Reflexion von dem, was hinter uns liegt!  (G.Vollmer)

Allgemeine Betrachtungen

Die Arbeit zum Wohle der Natur und unserer Umwelt ist wichtiger denn je. Das wird noch einmal sehr deutlich herausgestellt durch Aussagen von Antonio Guterres, UN-Generalsekretär (Zitat):

"Wir sind konfrontiert mit einer verheerenden Pandemie, neuen Höchstständen bei der globalen Klimaerwärmung, neuen Tiefständen beim ökologischen Niedergang und neuen Rückschlägen bei unserem Kampf für mehr globale Ziele, für gerechtere, inklusivere und nachhaltige Entwicklung. Frieden mit der Natur zu machen ist die definierende Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Das muss für jeden überall die allererste Priorität sein."

Soweit die Aussage eines Politikers mit globalem Auftrag aber ohne Staat. Inwieweit eine solche Botschaft von Staatsoberhäuptern als Leitbild aufgefasst wird, erleben wir gerade in der EU mit dem konkreten Ansinnen, Atomenergie als umweltverträglich und nachhaltig einzustufen. Wieder ein deprimierendes Beispiel dafür, wie Macht und Geld unsere Kultur dominiert. Einfach erschreckend!

Bei unserer Arbeit vor Ort war es weniger die Politik als vielmehr der Virus, der uns eingeschränkt hat. Denn auch in diesem Jahr hatte uns die Pandemie in ihrem Griff. Das betraf sowohl unsere monatlichen BUND-Treffen, die Verbandsversammlungen auf Kreis- und regionaler Ebene, als auch unsere naturpädagogischen Aktivitäten wie die Naturforscher und die Naturerlebnistage. Auch die bundesweit bekannten und beliebten Naturschutztage in Radolfzell mussten am Computer verfolgt werden.

BUND-Aktivitäten in 2021.

Amphibien:
Unsere handwerkliche Arbeit mit und an der Natur begann mit der Amphibienbetreuung. Es galt in der Saison auch die Wanderaktivitäten an den Durchlässen der festinstallierten Leitanlage zu erfassen. Eine Mammutaufgabe, weil an 11 Eimern und 9 Durchlässen auf einer Länge von 800m täglich 2-mal kontrolliert werden musste. Dank vieler ehrenamtlicher Helfer konnten wir die Arbeiten gut verteilen, es blieb damit gut machbar. Der Beginn der Wanderungen war, wie im Jahr zuvor, auch in 2021 früher als gewohnt. Es ging bereits in der ersten Februarwoche los. Gut war. dass wir die Amphibienanlage und die Zäune waren bereits eingerichtet hatten, sodass wir auch diese Frühaufsteher unter den Amphibien schützen konnten. Die Wanderung zog sich dann bis Ende März hin. Das Ergebnis war mehr als enttäuschend (Details hier!). Es bestätigt die Befürchtungen der Vorjahre, dass der Amphibienbestand rückläufig ist. Ähnlich rückläufige Zahlen wurden dann auch aus vielen Landesteilen Baden-Württembergs gemeldet. Ursachen dafür werden vom ABS (Amphibien, Reptilien, Biotopschutz Baden-Württemberg) untersucht. Verlässliche Ergebnisse stehen aber noch aus. Wie zu erwarten war spiegelte sich das auch bei der Wanderung der Jungtiere wider. Es waren einfach nur wenige Tiere unterwegs.

Fledermäuse:
Schon im Februar wurde die nächste Aktion fällig, die Reinigung des Dachbodens sowie die Winterkontrolle der Fledermauswochenstube in der St. Wolfgang Kapelle in Oberuhldingen. Es wurde nach toten Tieren gesucht. Die nächste Aktion war im Sommer. Zu der Jahreszeit wurden die Federmausweibchen und ihre Jungen gezählt (Details hier!). Die Ergebnisse wurden dem Regierungspräsidium zugeschickt.

Schmetterlinge:
Im vergangenen Jahr hatten wir wieder beim "Tagfalter-Monitoring" mitgemacht. Insgesamt wurden von uns 3 sogenannte Transsekte beobachtet und die gesehenen Tagfalter dokumentiert. Unsere Beobachtungen wurden dann dem Helmholzinstitut gemeldet. Damit tragen wir zur deutschlandweiten Erfassung der Tagfalter bei.

Naturpädagogik:
Wegen Corona konnten wir unsere Angebote in der Naturpädagogik nur zum Teil umsetzen. Bei den Naturforschern (Nachmittagsbetreuung in der Lichtenbergschule) konnte die Arbeit nicht mehr aufgenommen werden.
Bei den Naturerlebnistagen (NET) war es ähnlich. Der Frühjahrtermin wurde am Computer durchgeführt, ein Versuch, der nicht gut angenommen worden ist. Verständlich, denn beim Naturerlebnistag geht man halt in die Natur und nicht an den Computer! Im Sommer ging es dann im Rahmen der Ferienspiele mit 13 Kindern in Bach d.h. wir haben das Ökosystem "Bach" erspürt, untersucht und erlebt (Details hier!).

Biotoppflege:
Die Pflege des Biotops Hinter-Torpen, vom Typ her ein Magerrasenbiotop, wurde von 14 Aktivisten bewältigt. Das waren 13 Schafe und der Schäfer. Es wurde beste Arbeit abgeliefert, der Trockenrasen war pico-bello kurz abgekaut nebst Neophyten und Kratzbeeren.
Im Biotop Ganswinkel in Mühlhofen haben wir uns mit unserem Ortsbaumeister und dem Sachgebietsleiter des Tiefbauamtes besprochen. Es ging um den Gewässerrandstreifen zwischen Schrebergärten und Altgewässern. Es wurde vereinbart, einen Holzzaun als Abgrenzung einzubauen. Der Verlauf des Zaunes wurde dabei festgelegt. Seine Umsetzung wurde zugesagt.

Hochstammaktion:
Im vergangen Jahr konnten wir einen unserer Klassiker, nämlich die Hochstammaktion, zum 31sten Mal den Bürgern*innen von Uhldingen anbieten. Es wurden insgesamt 47 Bäume ihren neuen Besitzer aushändigt. Ziel dieser Aktion ist es, die alte bäuerliche Tradition des Streuobstanbaus in der Gemeinde zu erhalten (Weitere Infos zum Thema!).

Stellungnahmen:

Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung haben wir wieder zu Bauvorhaben in der Gemeinde unsere Meinung abgegeben. Es ging dabei um das Gewerbegebiet "Im Ried III", zu dem wir die zweite Stellungnahme geschrieben haben, sowie zum geplanten Baugebiet am Kanalweg in Mühlhofen.

Wen es interessiert! Unsere Stellungnahmen können im Internet eingesehen und als PDF-Datei heruntergeladen werden. Hier der Link dazu:
https://bund-uhldingen.bund.net/aktivitaeten-was-wir-bewegen/stellungnahmen

Artenvielfalt

… wir kümmern uns darum!

Amphibien

Wassernotstand in den Salemer-Klosterweihern!
Blick auf den Bifangweiher im Dezember 2021  (G.Vollmer)

"Alle Jahre wieder, kommt …!" Der Anfang dieses bekannten Weihnachtsliedes passt gut auf ein Zustand, der in jedem Jahr an den Salemer Klosterweihern herbeigeführt wird. Nur, im Weihnachtslied kommt das Gute, bei den Weihern fehlt das Gute!

Gut wäre, es wäre Wasser in den Weihern!

Aber die meisten sind abgelassen. Von 11 Weihern, die rund um Uhldingen verteilt in der Landschaft liegen, sind 8 leer, bedingt durch die Fischereiwirtschaft.

Den Wasservögeln fehlen dadurch Ruheplätze und Rückzugsgebiete, den Amphibien, wenn's zu lange geht, Wasser zu laichen.

Wie alle Jahre wieder sprechen wir mit Menschen, die daran was ändern könnten – den Tieren zuliebe.

Mehr Informationen hier!

Vögel und Fledermäuse

Das Trafohaus in Baitenhausen wird abgerissen. Ist damit eine Chance für den Artenschutz vertan oder gibt es eine Alternative?
Ortseingang von Baitenhausen mit dem alten Trafohaus.  (G.Vollmer)

Das alte Trafohaus in Baitenhausen hat ausgedient, zum Mindesten gilt das für das Stromnetz. Aber alte Trafohäuser sind hervorragende Biotope aus Menschenhand, wenn man sie erhält und mit Nistkästen, Insektenhotels und  Fledermausbehausungen ausstattet.
Bei einem Ortstermin, an dem sich BUND, NABU, ein Vertreter von Netze-BW, der betroffene Landwirt, Ortsvorsteher und Bürgermeister getroffen haben, um über die Zukunft des Trafohauses zu beraten. Es wurde ein Kompromiss ausgehandelt, der die unterschiedlichen Interessen aus landwirtschaftlicher Nutzung, Verkehrssicherung und Artenschutz abdecken soll. Beschlossen wurde:

 - das alte Trafohaus wird abgerissen

 - ein Turm als Träger für Nistkästen soll nebenan errichtet werden.

Die Umsetzung des Turms ist als Gemeinschaftsprojekt zwischen Gemeinde, Landwirt und den Naturschutzverbänden geplant.

Schmetterlinge

Silberfleck Perlmuttfalter  (G.Vollmer)

Zugegeben ein schöner Slogan, aber was steckt dahinter, wenn wir behaupten " … wir kümmern uns darum?

Zum Beispiel kümmern wir uns seit 2020 um Schmetterlinge, speziell Tagfalter.
Wie das geht und ob sie dabei helfen können erfahren sie hier!

Unser Naturerlebnistag ...

... bei den Ferienspielen

Natur ist, wo der Wildbach rauscht!  (G.Vollmer)

Natur kann auch nass sein, das haben wir mit den eigenen Füssen erfahren können.

Und hier gehts in den Bach!

Pflege für unseren Trockenrasen

im Gewann Hinter-Torpen

Siesta! Bei der Hitze ist Ruhe das Wichtigste.  (G.Vollmer)

In diesem Jahr konnten wir wieder unseren altbewährten Pflegetrupp aus Mühlhofen engagieren. 

20 Schafen übernehmen für eine Woche die Biotoppflege auf dem Trockenrasen im Gewann Hinter-Torpen. Durch ihre Beweidung verdrängen die Tiere den unerwünschten Bewuchs von Neophyten und halten die Fläche frei von Bäumen und Sträuchern.

Informationen zum Biotop finden sie hier.

Die Amphibien am Killenweiher.

Ein Überblick von 1985 bis 2020

Gelbbauchunke; Salem, Gewann Moeslehau (August 2019)  (G.Vollmer)

Informationen und statistische Daten finden sie unter:  "Amphibienschutz"

Das Gewerbegebiet in Mühlhofen wird erweitert!

Unsere Stellungnahme dazu.

 (G.Vollmer)

Der jetzt geplante dritte Ausbau des Gebietes wird den Verlust an Naturelementen und naturnahen Flächen nach sich ziehen. Auch noch Reste von kleinbäuerlich geprägter Kulturlandschaft werden verschwinden. Besonders der zu erwartende weitere Ausbau der Infrastruktur mit Verkehrswegen und Verkehrsflächen wird sich hier negativ auswirken.

In der vorgestellten Planung reicht das Gewerbegebiet direkt bis an das Biotop 1822 1435 7759 (siehe Bild) heran. Dieser Planansatz gefährdet den Fortbestand des Biotops.

Dies ist eine unserer wesentlichen Forderungen. Weitere Anregungen ergeben sich aus dem Biotopverbund und den zu erwartenden Emissionen.

Den vollständigen Text der Stellungnahme finden sie hier.

Volksbegehren "Rettet die Bienen"

Was fordert das Volksbegehren Artenvielfalt - Rettet die Bienen?

  • Das Land Baden-Württemberg soll sich für den Artenschutz einsetzen!

  • Landwirtschaftliche Betriebe zu Bio-Betrieben umwandeln!

  • Pestizideinsatz auf den landwirtschaftlichen Flächen bis 2025 halbieren!

  • In Naturschutzgebieten Pestizide verbieten!

  • Streuobstwiesen schützen!

 

Mehr Infos (beim Landesverband) hier!

Hummel im Anflug zum Natternkopf  (G.Vollmer)

Lieber Bienen-Freund, liebe Freundin der Artenvielfalt, liebe Freund*innen der Erde,

es gibt Neuigkeiten in Sachen Volksbegehren: Gestern hat der letzte Runde Tisch in Sachen Bienen-Volksbegehren getagt. Am Verhandlungstisch saßen die Trägerkreis-Organisationen sowie Umweltminister Untersteller, Agrarminister Hauk und Vertreter*innen der Landwirtschaftsverbände. Die Landesregierung hat einen akzeptablen Gesetzentwurf gegen das Arten- und Höfesterben auf den Weg gebracht. Das Bienen-Bündnis hat diesen Entwurf einstimmig akzeptiert.

Aus den Eckpunkten ist ein tragbarer Gesetzentwurf entstanden!

Hier die wichtigsten, ausgehandelten Gesetzesänderungen.

  • Mehr Rückzugsflächen:  Auf 10% Prozent der Landesfläche soll ein zusammenhängender Schutzraum („Biotopverbund“) entstehen. Streuobstwiesen werden besser geschützt.
     
  • Schutz in Schutzgebieten: In baden-württembergischen Schutzgebieten gibt es künftig nur noch Integrierten Anbau oder Öko-Anbau. In Naturschutzgebieten, das sind etwa zwei Prozent der Landesfläche, werden Pestizide ganz verboten.
     
  • Mehr Öko-Anbau: Bessere Förderung des Bio-Anbaus und die Vermarktung regionaler Bio-Lebensmittel sind geplant. Ökolandbau ist nachweislich nicht nur besser für die Artenvielfalt, sondern stärkt auch die wirtschaftliche Situation vieler Betriebe. Zudem stellt das Land seine eigenen Landwirtschaftsbetriebe schnellstmöglich auf Öko-Anbau um.
     
  • Weniger Gifte: Das Land bekennt sich zu einer verbindlichen Pestizidreduktion. Bis 2030 sollen 40 bis 50 Prozent der chemisch-synthetischen Pestizide im Land eingespart werden.
     
  • Grün statt Grau: Privatgärtner werden angehalten, statt Schottergärten wieder sinnvolle Gärten anzulegen. Pestizide dürfen in Hausgärten garnicht mehr ausgebracht werden.

Die nächste OG-Sitzung

Freitag, 11. Februar 2022

Zeit:  um 20:00h

Ort: (ZOOM)

Themen

werden noch bekanntgegeben.

        

Unsere Treffen sind öffentlich.
Bei ZOOM ist eine Anmeldung erforderlich

 

30 Jahre BUND-Uhldingen

... in paar Gedanken dazu hier!