Willkommen beim BUND Uhldingen

BUND-Uhldingen

Willkommen beim BUND Uhldingen

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) setzt sich für den Schutz unserer Natur und Umwelt ein, damit die Erde für alle, die auf ihr leben, bewohnbar bleibt. Die BUND-Gruppe Uhldingen hat die Prioritäten ihrer Umweltarbeit beim Amphibienschutz, den Fledermäusen, dem Landschaftsschutz (Gewässer/ Biotope/ Streuobstwiesen/ Gärten) und der Ortsplanung (Stellungnahmen zur Bauleitplanung). Interessierte Bürger, passive Mitglieder und aktive Umweltschützer sind gleichermaßen bei uns willkommen. Kommen Sie einfach zu unseren Gruppentreffen (unsere Sitzungen sind öffentlich), schreiben Sie eine Mail oder stöbern Sie vorerst auf unserer Seite!

Verlieren wir die Amphibien am Killenweiher?

Beängstigender Rückgang bei Fröschen, Kröten & Co.

Weitere Details zur diesjährigen Wanderung finden sie hier!

 

Die Amphibien wandern nicht mehr!

... und der große "Run" blieb aus!

Teichfrosch  (G.Vollmer)

Die Amphibienwanderungen haben in diesem Jahr schon früh begonnen. Zu Beginn des Februars war es ungewöhnlich warm. Das hat uns veranlasst, schon am 04. Februar die Zäune am Killenweiher aufzustellen. Gleich in der ersten Nacht wurde auch schon eine Erdkröte gefunden. Bis zur großen Kälte mitte Februar haben sich zu ihr zahlreiche Molche und Frösche gesellt. Mittlerweile sind wir schon im April. Drei intensive Wanderbewegungen konnten wir schon feststellen. Dabei wurden bisher etwa 600 Tiere gezählt.

Das sind aber zu wenig! 

In dieser Saison untersuchen wir noch, wie viele und welche Tiere die Tunnel unter der Straße hindurch benutzen. Vom Ergebnis der Untersuchung erhoffen wir uns Aufschlüsse darüber, wie es um den Bestand der Amphibien am Killenweiher bestellt ist.

Unsere Frage hierbei: Wird der Rückgang des Amphibienbestandes bestätigt oder haben sich nur die Wandergewohnheiten der Tiere verändert? 

Eine Antwort auf diese Fragen wird uns die Auswertung unserer Aufzeichnungen geben. Sie wird hier auf dieser Seite erscheinen.

Gute Vorsätze für 2021!

"Ich habe gehört, hier gibt's was!"  (G.Vollmer)

 - Wir kümmern uns um die Amphibien am Killenweiher. 
   (Februar bis April)

  - Wir durchstreifen mit naturbegeisterten Kindern Wald und Flur (Naturerlebnistage).
    (März, Juli, September, Dezember)

 - Wir erhalten unsere Naturlandschaft (Biotoppflege).
   (ganzjährig nach Pflegeplan)

 - Wir beteiligen uns an den Ferienspielen der Gemeinde (Naturforscher/ GEO-Caching).
   (Sommerferien)

 - Wir schauen nach Schmetterlingen: Wo sind sie? Welche fliegen? Wie viele sind es?
   (April bis September)

 - Wir sorgen uns um Artenvielfalt in den Gärten, indem wir alte Obstsorten anbieten bei der Hochstammaktion.
   (Oktober)

Unser Jahresprogamm zum Herunterladen hier!

Das war in 2020!

Allgemeine Betrachtungen

Die Arbeit zum Wohle der Natur und unserer Umwelt ist wichtiger denn je. Das wird noch einmal sehr deutlich herausgestellt durch Aussagen von Antonio Guterres, UN-Generalsekretär (Zitat):

"Wir sind konfrontiert mit einer verheerenden Pandemie, neuen Höchstständen bei der globalen Klimaerwärmung, neuen Tiefständen beim ökologischen Niedergang und neuen Rückschlägen bei unserem Kampf für mehr globale Ziele, für gerechtere, inklusivere und nachhaltige Entwicklung. Frieden mit der Natur zu machen ist die definierende Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Das muss für jeden überall die allererste Priorität sein."

Mit diesem Leitbild, das schon immer Leitbild unserer Arbeit war, sind wir auch durch das Jahr 2020 gegangen. Die Pandemie hatte natürlich auch unsere Arbeit beeinträchtigt. Besonders unsere monatlichen BUND-Treffen durften wir nur außerhalb der strengen Lock-Downs einberufen. Es waren immerhin noch sechs Treffen möglich. Dazu kam noch die Jahreshauptversammlung (JHV) im September. Zur JHV konnten wir unseren neu gewählten Bürgermeister Männle begrüßen, worüber wir uns sehr gefreut haben.

BUND-Aktivitäten in 2020.

Amphibien:
Unsere handwerkliche Arbeit mit und an der Natur begann mit der Amphibienbetreuung. Die Grundlage hierfür wäre gewesen, dass die Laichgewässer auch mit Wasser gefüllt sind. Das war leider nur unzureichend der Fall. Wir mussten wieder übers Landratsamt (LRA) gehen, damit die Weiher noch gerade rechtzeitig bespannt wurden.
Der Start der Wanderungen war in 2020 früher als in den Jahren bisher, nämlich bereits am 2. bis 5. Februar. Die Zäune standen bereits, sodass wir auch diese Frühaufsteher schützen konnten. Die Wanderungen zogen sich dann bis Ende März hin. Das Ergebnis war mit 142 Tieren ähnlich enttäuschend wie im Jahr zuvor. Die Ursachen für diesen starken Einbruch bei den Amphibienzahlen bleiben weiter unbekannt. Untersuchungen wären hier dringend nötig.
Genau wie im letzten Jahr spiegelte sich das Fehlen der adulten Amphibien auch bei den Jungtieren wider. Es waren einfach nur wenige Tiere unterwegs.

Fledermäuse:
Schon im Februar wurde die nächste Aktion fällig, die Winterkontrolle der Fledermauswochenstube in der St. Wolfgang Kapelle in Oberuhldingen. Es wurde nach toten Tieren gesucht. Die nächste Aktion war im Sommer. Zu der Jahreszeit wurden die Federmausweibchen und ihre Jungen gezählt. Die Ergebnisse wurden dem Regierungspräsidium zugeschickt.

Schmetterlinge:
Im vergangenen Jahr haben wir uns mit dem "Schmetterlingmonitoring" beim Helmholzinstitut angemeldet. Damit tragen wir nun zur deutschlandweiten Erfassung der Tagfalter bei. Insgesamt werden von uns 3 sogenannte Transsekte, darunter versteht man eine 500m bis 1000m lange Wegstrecke, beobachtet und die gesehenen Tagfalter dokumentiert.

Naturpädagogik:
Wegen Corona konnten wir unsere Angebote in der Naturpädagogik nur zum Teil umsetzen. Bei den Naturforschern (Nachmittagsbetreuung in der Lichtenbergschule) konnte die Arbeit mit den Kindern im Frühjahr bis zum Lock-Down am 22.03.20 regelmäßig, nach den Lockerungen im Sommer, Herbst und Winter noch eingeschränkt, praktiziert werden.
Bei den Naturerlebnistagen (NET) war es ähnlich. Der Frühjahrtermin und auch der Wintertermin entfielen. Im Sommer wurden im Rahmen der Ferienspiele der Gemeinde Uhldingen zwei GEO-Caching-Termine umgesetzt. Insgesamt waren 16 Kinder begeistert dabei. Der NET "Herbst" fand im September statt. Es wurden die Wälder rund um die Obere Roggenlehen erforscht.
Ein weiteres Angebot war eine Natur-Rallye, die ebenfalls im Rahmen der Ferienspiele stattfand. Es war eine Kooperation von Waldkindergarten und BUND.

Biotoppflege:
Hier gab es im Frühsommer eine Überraschung. Für die Pflege des Biotops Hinter-Torpen, vom Typ her ein Magerrasenbiotop, war eine Schafbeweidung geplant. Die musste allerdings abgesagt werden, weil sonst die Schafe Hunger geschoben hätten. Der Eigentümer hatte die Grasflächen schon gemäht! Nach Rücksprache über den LEV (Landschaft Erhaltungs Verband) wurde uns zugesichert, dass im nächsten Jahr das Gras für die Schafe wieder stehen bleibt und damit Beweidung, also nicht Mahd, als Pflegemethode eingesetzt wird.
Eine andere Pflegemaßnahme fand Ende November nach dem ersten Schneefall im Biotop im Stockfeld statt. Hier wurde die Verbuschung der Fläche zurückgedrängt. Beim Biotop Stockfeld handelt es sich um einen Waldtrauf mit Sträuchern und Hochstauden.

Hochstammaktion:

Im vergangen Jahr konnten wir einen unserer Klassiker, nämlich die Hochstammaktion, zum 30sten Mal den Bürgern*innen von Uhldingen anbieten. Es wurden 39 Bäume ihren neuen Besitzer aushändigt. Ziel dieser Aktion ist es, die alte bäuerliche Tradition des Streuobstanbaus in der Gemeinde zu erhalten.

Stellungnahmen:

Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung haben wir zu Bauvorhaben in der Gemeinde und zur regionalen Bauleitplanung Stellung bezogen. Bauvorhaben auf Gemeindegebiet waren die Erweiterung des Pfahlbaumuseums und das Gewerbegebiet "Im Ried III". Bei der regionalen Bauleitplanung betraf es den Regionalplan selber, der in diesem Jahr (2021) fortgeschrieben werden soll. Eine für uns erfreuliche Unterstützung erhielten wir durch den Gemeinderat, der das Interkommunale Gewerbegebiet genauso ablehnt hat, wie wir das in unserer Stellungnahme auch getan hatten. Es ist in den aktuellen Plänen der 2. Offenlage nicht mehr ausgewiesen.

Unsere Stellungnahmen können im Internet eingesehen und als PDF-Datei heruntergeladen werden. Hier der Link dazu: https://bund-uhldingen.bund.net/aktivitaeten-was-wir-bewegen/stellungnahmen

Der BUND-Garten im Ganswinkel:

Ein lange gehegter Wunsch ist Wirklichkeit geworden. Wir haben für unser BUND-Material endlich einen Abstellplatz geschaffen. Auf dem Gartengrundstück im Ganswinkel konnten wir mit vereinten Kräften Heiner beim Aufstellen der Materialhütte unterstützen. Jetzt steht sie. Für Amphibienzäune und Gartengeräte ist jetzt vorgesorgt.

Das Gewerbegebiet in Mühlhofen wir erweitert!

Unsere Stellungnahme dazu.

 (G.Vollmer)

Der jetzt geplante dritte Ausbau des Gebietes wird den Verlust an Naturelementen und naturnahen Flächen nach sich ziehen. Auch noch Reste von kleinbäuerlich geprägter Kulturlandschaft werden verschwinden. Besonders der zu erwartende weitere Ausbau der Infrastruktur mit Verkehrswegen und Verkehrsflächen wird sich hier negativ auswirken.

In der vorgestellten Planung reicht das Gewerbegebiet direkt bis an das Biotop 1822 1435 7759 (siehe Bild) heran. Dieser Planansatz gefährdet den Fortbestand des Biotops.

Dies ist eine unserer wesentlichen Forderungen. Weitere Anregungen ergeben sich aus dem Biotopverbund und den zu erwartenden Emissionen.

Den vollständigen Text der Stellungnahme finden sie hier.

Die Amphibien am Killenweiher.

Ein Überblick von 1985 bis 2020

Gelbbauchunke; Salem, Gewann Moeslehau (August 2019)  (G.Vollmer)

Informationen und statistische Daten finden sie unter:  "Amphibienschutz"

Volksbegehren "Rettet die Bienen"

Was fordert das Volksbegehren Artenvielfalt - Rettet die Bienen?

  • Das Land Baden-Württemberg soll sich für den Artenschutz einsetzen!

  • Landwirtschaftliche Betriebe zu Bio-Betrieben umwandeln!

  • Pestizideinsatz auf den landwirtschaftlichen Flächen bis 2025 halbieren!

  • In Naturschutzgebieten Pestizide verbieten!

  • Streuobstwiesen schützen!

 

Mehr Infos (beim Landesverband) hier!

Hummel im Anflug zum Natternkopf  (G.Vollmer)

Lieber Bienen-Freund, liebe Freundin der Artenvielfalt, liebe Freund*innen der Erde,

es gibt Neuigkeiten in Sachen Volksbegehren: Gestern hat der letzte Runde Tisch in Sachen Bienen-Volksbegehren getagt. Am Verhandlungstisch saßen die Trägerkreis-Organisationen sowie Umweltminister Untersteller, Agrarminister Hauk und Vertreter*innen der Landwirtschaftsverbände. Die Landesregierung hat einen akzeptablen Gesetzentwurf gegen das Arten- und Höfesterben auf den Weg gebracht. Das Bienen-Bündnis hat diesen Entwurf einstimmig akzeptiert.

Aus den Eckpunkten ist ein tragbarer Gesetzentwurf entstanden!

Hier die wichtigsten, ausgehandelten Gesetzesänderungen.

  • Mehr Rückzugsflächen:  Auf 10% Prozent der Landesfläche soll ein zusammenhängender Schutzraum („Biotopverbund“) entstehen. Streuobstwiesen werden besser geschützt.
     
  • Schutz in Schutzgebieten: In baden-württembergischen Schutzgebieten gibt es künftig nur noch Integrierten Anbau oder Öko-Anbau. In Naturschutzgebieten, das sind etwa zwei Prozent der Landesfläche, werden Pestizide ganz verboten.
     
  • Mehr Öko-Anbau: Bessere Förderung des Bio-Anbaus und die Vermarktung regionaler Bio-Lebensmittel sind geplant. Ökolandbau ist nachweislich nicht nur besser für die Artenvielfalt, sondern stärkt auch die wirtschaftliche Situation vieler Betriebe. Zudem stellt das Land seine eigenen Landwirtschaftsbetriebe schnellstmöglich auf Öko-Anbau um.
     
  • Weniger Gifte: Das Land bekennt sich zu einer verbindlichen Pestizidreduktion. Bis 2030 sollen 40 bis 50 Prozent der chemisch-synthetischen Pestizide im Land eingespart werden.
     
  • Grün statt Grau: Privatgärtner werden angehalten, statt Schottergärten wieder sinnvolle Gärten anzulegen. Pestizide dürfen in Hausgärten garnicht mehr ausgebracht werden.

Einladung zum BUND Treffen

am Freitag, den 23.04.2021, 20:00Uhr am Computer

 Themen

 (... werden noch bekanntgegeben!)

 

Alle BUND-Mitglieder und Förderer werden über E-Mail eingeladen.

30 Jahre BUND-Uhldingen

... in paar Gedanken dazu hier!

BUND-Ausflug zum Campus Galli

geplant für den 19.April 2020

Wird verschoben!

Thema bei der JHV am 18.09.2020 war auch dieser Ausflug. Aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit waren sich die Anwesenden darüber einig, ihn ins Jahr 2021 zu verschieben.