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BUND-Uhldingen

Biotope

Biotope sind Lebensinseln in der Landschaft. Sie bieten Pflanzen und Tieren Überlebenschancen in einer immer ärmer werdenden Agrarlandschaft. Sie sind in den meisten Fällen nicht sehr groß. Häufig handelt es sich um Randstreifen entlang von Gräben, Bächen oder Geländekanten. Für uns BUNDler*innen sind sie wichtig, wir kümmern uns um sie!

Biotope in Uhldingen

Ausschnitt aus der LUBW-Karte Biotope im Bereich Mühlhofen  (Kartenwerk der LUBW; als Detail bearbeitet von G.Vollmer)

Bei Biotopen unterscheiden die Fachbehörden, das sind das LRA (Landratsamt) und die LUBW (Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg), zwischen solchen, die in der offenen Landschaft liegen, und denen im Wald. Sinngemäß spricht man vom "Offenlandbiotop" (in der Karte rot) oder "Waldbiotop" (in der Karte grün).

Die Offenlandbiotope sind in den meisten Fällen nicht sehr groß. Häufig handelt es sich um Randstreifen entlang von Gräben, Bächen oder Geländekanten. Vom Biotoptyp her sind es bei uns häufig "Altarme von Gewässern", "Feldgehölze" oder "Trockenrasen". Bei den Waldbiotopen sind es häufig "Bruchwälder", "Auwälder" oder "Toteislöcher".

Zählt man die Biotope, so kommt man auf deutlich über 100 bezogen auf Uhldingen und Umgebung. Das klingt nach vielen. In der politischen Diskussion wird dann auch gerne auf die große Menge verwiesen und damit suggeriert, man hätte ja schon viel für den Naturschutz getan. Betrachtet man dagegen die Fläche, die sie einnehmen, so ist diese doch sehr bescheiden.

Ein Potential für Artenvielfalt steckt auch in privaten Grundstücken und Gärten. Sie sind zwar meist nur klein, trotzdem können sie für Pflanzen und Tiere wertvoller Lebensraum sein, z.B. für Wildbienen und Schmetterlinge. Was man mit Gärten so alles anstellen kann, um sie für Wildtiere und damit auch für sich selbst attraktiv zu gestalten, können Sie bei unserem "Tag der offenen Gärten" erfahren und erforschen. Diesen Tag bieten wir in Uhldingen alle zwei Jahre an.

Seit 1990 kümmern wir uns beim BUND-Uhldingen um eine Handvoll Biotope, indem wir sie naturgemäß pflegen. Ziel dabei ist es, dass sie bleiben, wie sie sind, z.B. eine Streuwiese soll Streuwiese bleiben und nicht durch Sukzession zum Bruchwald werden.

 

Der Biotop Ganswinkel beim Interreg-Projekt "Kleingewässer"

Renaturierung von Altgewässern der Seefelder-Aach in Mühlhofen, September 2018  (G.Vollmer)

Die im Jahr 2017 geplante Aktion, die Altgewässer der Seefelder Aach im Gewann Ganswinkel in Mühlhofen zu reaktivieren, ist im September 2018 umgesetzt worden. Mit einem Bagger wurden 2 der 3 Altgewässer von Schlamm, Laub und Müll befreit. 

Die gesamte Aktion wurde im Rahmen des InterReg-Projekts „Kleingewässer für die Bodenseeregion“ abgewickelt, das der BUND in Koordination mit der Bodenseestiftung durchführt hat. 

Unser Ziel bei dieser Aktion ist es, die Altgewässer zu erhalten. Sie drohen vollständig zu verlanden. Damit wollen wir den Amphibien wieder bessere Lebensbedingungen bieten. Gleichzeitig profitiert die Insektenwelt und hier speziell die Libellen davon, und wenn es den Insekten gut geht, dann geht es auch den Amphibien gut und auch den Vögeln.  

Einen Tag später, nach dem Baggern!

Das Altgewässer bei den Schrebergärten.  (G.Vollmer)

Es ist wieder Ruhe eingekehrt; das Altgewässer, nachdem der Bagger seine Arbeit verrichtet hat! 

Unsere Pfleglinge sind:

 - Die "Oberen Stockfelder" in Unteruhldingen


 - Der "Ganswinkel" in Mühlhofen


 - Der Biotop am "Oberhof" in Unteruhldingen


 - Das Gebiet "Hinter Torpen" in Oberuhldingen


 - Der "Binzenbach" in Gebhardsweiler  

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