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BUND-Uhldingen

Stellungnahmen zu Bauprojekten

Stellungnahme zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Erweiterung Pfahlbaumuseum“ in Unteruhldingen

Einwendungen und Anregungen

Aus der Sicht unseres Ortsverbandes begrüßen wir die Initiative des Pfahlbauvereins, das Museum attraktiv für Besucher und Fachpublikum zu halten. Dass der Weg, den der Pfahlbauverein dabei wählt, mit einer Vergrößerung der baulichen Anlagen verbunden ist, bedarf einer ausgewogenen Planung hinsichtlich Größe, Lage, verwendeten Materials, Einsatz und Ausführung technischer Ausrüstung und der damit verbunden Wirkung in die mittelbare und unmittelbare Umgebung des Museums. Aus der Sicht von Umwelt- und Naturschutz sind hier der Bodensee, das Naturschutzgebiet Seefelder Aachmündung, das FFH-Gebiet Überlinger See und das Vogelschutzgebiet besonders zu berücksichtigen. Diese Stellungnahme bezieht sich schwerpunktmäßig auf diesen Sachverhalt.

Die Stellungnahme als PDF.

Stellungnahme zur Fortschreibung des Regionalplans Bodensee - Oberschwaben

(ohne Kap. 3.4 Rohstoffe und Kap. 4.2 Energie)

Allgemeine Anmerkungen

Dieses Kapitel ist als Präambel für die Stellungnahme geschrieben und bezieht persönliche Sichtweisen mit ein. Dazu kommt, dass ehrenamtlich engagierte Bürger naturgemäß nicht so tief und umfassend auf den einzelnen planerischen Ebenen zu Hause sind, also nicht so sehr das Detail, als vielmehr die Großwetterlage im Blick haben.

Aus diesem Blickwinkel fällt auf, dass das Thema Klima nicht ernst genug gesehen wird. Vorhaben, wie weitere Straßenprojekte, die Unterstützung eines überregionalen Verkehrsflughafens neben mehreren regionalen Start- und Landeplätzen, passen nicht zum Klimaschutz. Vielmehr sollte darauf hin gearbeitet werden, dem steigenden Verkehrsaufkommen in der Luftfahrt entgegen zu wirken. Für den Flugplatz Friedrichshafen könnte ein Lenkungsinstrument sein, das Angebot nur auf Zubringerdienste für die internationalen Flughäfen Stuttgart, Zürich und München zu beschränken. Dafür sollten nur Luftfahrzeuge zugelassen werden, die verhältnismäßig leise (Schutzgut Mensch) und energieeffizient sind (Schutzgut Klima, Luft). Ein weiteres Instrument, das dem Klimaschutz dient, könnte im Rahmen des weiteren Ausbaus der erneuerbaren Energien eingesetzt werden, indem die Dächer großflächiger Gebäude z.B. in Gewerbegebieten als Standort für Fotovoltaik empfohlen oder sogar vorgeschrieben werden. Weitere Änderungen des Regionalplans, die den Klimazielen entgegenwirken, sind die Rücknahme von Grünzügen und Grünzäsuren wie in Salem und Uhldingen geschehen. Dabei gilt, dass Naturflächen in hervorragender Weise, und je nach Bewirtschaftungsform auch landwirtschaftliche Flächen, CO2 binden oder es im Stoffkreislauf halten. Positiv hervorzuheben ist, dass der ÖPNV, hier besonders die Stärkung der Bahn, und der bessere Ausbau des Radwegenetzes gefördert werden.

Beim Thema Klima bleibt unterm Strich der Eindruck, dass die Anliegen unserer Kinder und Jugendlichen, manifestiert in der Fridays-For-Future-Bewegung, weitgehend ignoriert werden.

Ein rotes Tuch für Planer scheint das Thema "Sparen beim Flächenverbrauch" zu sein. Zwar regt die deutsche Bundesregierung in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie an, den Flächenverbrauch bundesweit bis 2030 auf 30ha/Tag zu reduzieren. Der Rat der Sachverständigen für Umweltfragen geht noch weiter. Er empfiehlt für 2050 ein sogenanntes Flächen-Recycling, d.h. keine neuen Flächen mehr aus der Natur zu nehmen. Die Bundesregierung folgt dieser Empfehlung, indem sie im Klimaschutzplan das gleiche Ziel formuliert. In der hier behandelten Fortschreibung spiegeln sich diese Vorgaben nicht wider. Sie weist vielmehr weitere 13 km2 Flächen für Gewerbe und Wohnbebauung aus. Hinzu kommt noch, dass Verkehrsflächen und Standorte für Anlagen erneuerbarer Energie, z.B. Windräder in Wäldern, noch gar nicht einbezogen sind. Unserer Meinung nach sollte sich diese Fortschreibung des Regionalplans die Empfehlungen und Ziele der Regierung und ihrer Berater zu Eigen machen und auf eine weitere Flächeninanspruchnahme ganz verzichten.

Die Stellungnahme des BUND-Uhldingen.

Die gesamte von den Naturschutzverbänden abgegebene Stellungnahme auf der WEB-Seite des BUND-Regionalverbandes: https://www.bund-bodensee-oberschwaben.net/

 

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